Vitamine sind organische Mikronährstoffe, die der Körper für zahllose Stoffwechselprozesse braucht, aber überwiegend nicht selbst herstellen kann. Man unterscheidet fettlösliche (A, D, E, K) und wasserlösliche (B-Gruppe, C). Sie liefern keine Energie, ermöglichen aber Energiegewinnung, Immunfunktion und Regeneration. Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf meist.
Vitamine im Detail
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) werden im Körper gespeichert, wasserlösliche (B-Komplex, C) überwiegend ausgeschieden und müssen regelmäßiger zugeführt werden. Für Sportler sind vor allem die B-Vitamine relevant, weil sie im Energiestoffwechsel mitwirken. Wer mehr trainiert und mehr isst, nimmt in der Regel auch mehr Vitamine auf, sofern die Lebensmittelauswahl stimmt.
Für Muskelaufbau gilt: Vitamine sind Voraussetzung, aber kein Muskel-Booster. Ein Mangel bremst Leistung und Regeneration, ein Überschuss bringt jedoch keinen Zusatznutzen und kann bei fettlöslichen Vitaminen sogar schaden. Die DGE empfiehlt Nahrungsergänzung nur bei nachgewiesenem Bedarf, nicht pauschal.
Ehrlich eingeordnet: Multivitaminpräparate sind für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung meist überflüssiges Geld. Sinnvoll ist gezielte Supplementierung dort, wo Mängel im DACH-Raum verbreitet sind, allen voran Vitamin D im Winter. Der Rest kommt am besten vom Teller.
Häufige Fragen
Brauchen Sportler mehr Vitamine?
Der Bedarf an einigen B-Vitaminen steigt leicht mit dem Energieumsatz. Wer mehr trainiert und entsprechend mehr abwechslungsreich isst, deckt das aber meist automatisch. Ein pauschales Multivitamin ist für die meisten nicht nötig.
Was ist der Unterschied zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen?
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) speichert der Körper, weshalb bei Präparaten eine Überdosierung schaden kann. Wasserlösliche Vitamine (B-Gruppe, C) werden überwiegend ausgeschieden und sollten regelmäßiger zugeführt werden.
Bauen Vitamine Muskeln auf?
Nein, direkt nicht. Vitamine sind Voraussetzung für Energiestoffwechsel und Regeneration, ein Mangel bremst die Leistung. Ein Überschuss bringt aber keinen Zusatznutzen für den Muskelaufbau, dafür zählen Training und Protein.