ATP (Adenosintriphosphat) ist der universelle Energieträger aller Körperzellen. Wird eine Phosphatbindung des ATP gespalten, setzt das Energie frei, die etwa Muskelkontraktionen antreibt. Der ATP-Vorrat im Muskel reicht nur für Sekunden und wird ständig neu aufgebaut: aus Kreatinphosphat, Kohlenhydraten und Fetten.
ATP im Detail
Jede Bewegung, jeder Herzschlag, jeder Transportprozess in der Zelle wird mit ATP bezahlt. Bei der Spaltung von ATP zu ADP (Adenosindiphosphat) und Phosphat wird Energie frei. Das Problem: Der direkt verfügbare ATP-Vorrat im Muskel ist winzig und reicht nur für wenige Sekunden Maximalkraft, danach muss ATP fortlaufend regeneriert werden.
Dafür hat der Körper drei Systeme: das Kreatinphosphat-System (sehr schnell, für kurze, intensive Belastungen), die Glykolyse aus Kohlenhydraten (schnell, aber mit Laktatbildung) und die aerobe Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten in den Mitochondrien (langsam, aber ausdauernd). Welches System dominiert, hängt von Intensität und Dauer der Belastung ab.
Hier schließt sich der Kreis zu einem populären Supplement: Kreatin füllt die Kreatinphosphat-Speicher auf und beschleunigt so die ATP-Regeneration bei kurzen, intensiven Belastungen, einer der bestbelegten Effekte in der Sporternährung. Protein selbst liefert nicht direkt ATP, sondern Baumaterial; die Energie kommt primär aus Kohlenhydraten und Fetten.
Häufige Fragen
Was ist ATP einfach erklärt?
ATP ist die "Energiewährung" der Zelle. Wird eine seiner Phosphatbindungen gespalten, entsteht Energie, mit der die Zelle Arbeit verrichtet, zum Beispiel eine Muskelkontraktion. Danach wird das verbrauchte ATP wieder aufgeladen.
Wie hängen Kreatin und ATP zusammen?
Kreatin wird im Muskel als Kreatinphosphat gespeichert und liefert bei kurzen, intensiven Belastungen sehr schnell Phosphat, um ATP zu regenerieren. Deshalb verbessert eine Kreatin-Supplementierung die Leistung bei Maximal- und Schnellkraft.
Liefert Protein Energie in Form von ATP?
Nur nachrangig. Protein dient in erster Linie als Baumaterial. Die Energie für die ATP-Produktion stammt hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Fetten; Aminosäuren werden erst bei Bedarf zur Energiegewinnung herangezogen.