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Aspartam

Aspartam ist ein kalorienarmer Süßstoff, der in den zugelassenen Mengen laut EFSA sicher ist, die verbreiteten Ängste sind größtenteils unbegründet.

19. August 20262 min Lesezeit

Aspartam ist ein intensiver Süßstoff, rund 200-mal süßer als Zucker und praktisch kalorienfrei. Er besteht aus den Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin sowie Methanol. Die EFSA hat einen ADI-Wert (erlaubte Tagesdosis) von 40 mg/kg Körpergewicht festgelegt und bewertet Aspartam in diesem Rahmen als sicher.

Aspartam im Detail

Aspartam gehört zu den am gründlichsten untersuchten Lebensmittelzusatzstoffen überhaupt. Die EFSA hat 2013 den ADI von 40 mg/kg KG/Tag bestätigt. Zur Einordnung: Eine 70-kg-Person müsste sehr große Mengen Süßstoff konsumieren, um diesen Wert überhaupt zu erreichen, über typische Proteinprodukte ist das kaum machbar. 2023 stufte die IARC Aspartam als "möglicherweise krebserregend" (Gruppe 2B) ein, das gemeinsame JECFA-Gremium beließ aber den ADI unverändert; Gruppe 2B ist eine schwache Evidenzkategorie, in der auch Aloe Vera steht.

Es gibt eine echte Ausnahme: Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie (PKU) müssen Aspartam meiden, weil sie Phenylalanin nicht abbauen können, daher der Warnhinweis auf Produkten.

Ehrliche Einordnung ohne Panikmache: Für gesunde Menschen ist Aspartam in üblichen Mengen unbedenklich. Wer es dennoch meiden will, hat mit Sucralose, Stevia oder Acesulfam-K genug Alternativen. In Proteinpulvern ist Aspartam ohnehin eher selten, dort dominieren Sucralose und Acesulfam-K.

Häufige Fragen

Ist Aspartam krebserregend?

Die IARC stufte Aspartam 2023 als "möglicherweise krebserregend" (Gruppe 2B) ein: eine schwache Evidenzstufe. Das JECFA-Gremium beließ gleichzeitig den ADI von 40 mg/kg KG. In üblichen Verzehrmengen gilt Aspartam laut EFSA als sicher.

Wie viel Aspartam darf ich am Tag zu mir nehmen?

Der ADI der EFSA liegt bei 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Diese Menge über Lebensmittel und Getränke zu erreichen, ist im Alltag sehr schwierig, weil Aspartam extrem süß ist und nur in Spuren eingesetzt wird.

Warum steht bei Aspartam ein Warnhinweis zu Phenylalanin?

Aspartam enthält Phenylalanin. Menschen mit der seltenen Erbkrankheit Phenylketonurie (PKU) können diese Aminosäure nicht abbauen und müssen Aspartam meiden. Für alle anderen ist der Hinweis ohne praktische Bedeutung.

Stand: August 2026. Wir aktualisieren unsere Lexikon-Einträge, sobald sich Studienlage oder Marktdaten ändern.